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Behauptungen und TatsachenDie IntifadaBy Mitchell G. Bard
Behauptungen »Die
Intifada war ein spontaner Aufstand, der dem Zorn der Araber über
die Grausamkeiten der Israelis entsprang.« »Die Intifada war ein spontaner Aufstand, der dem Zorn der Araber über die Grausamkeiten der Israelis entsprang.« Tatsache Falschmeldungen über Grausamkeiten der Israelis und die Hetzkampagnen der muslimischen Geistlichen in den Moscheen spielten eine wichtige Rolle beim Ausbruch der Intifada. Am 6. Dezember 1987 wurde ein Israeli beim Einkaufen im Gazastreifen erstochen. Einen Tag später kamen bei einem Verkehrsunfall vier Bewohner des Jabalya-Flüchtlingslagers in Gaza ums Leben. Rasch verbreiteten sich Gerüchte, dass die vier aus Rache von den Israelis getötet worden seien.1 Am Morgen des 9. Dezembers kam es in Jabalya zu einem Massenaufstand, bei dem ein Siebzehnjähriger von einem israelischen Soldaten getötet wurde, nachdem er einen Molotowcocktail auf eine Armeepatrouille geworfen hatte.2 Daraufhin weiteten sich die Unruhen aus, griffen auf den Gazastreifen und die gesamte Westbank über und erreichten schließlich Jerusalem. In der folgenden Woche kam es in den besetzten Gebieten immer wieder zu Ausschreitungen; es wurden Steine geworfen, Straßen blockiert und Autoreifen verbrannt. Am 12. Dezember hatten die Unruhen auf Seiten der Palästinenser bereits sechs Todesopfer und 30 Verletze gefordert.3 Am folgenden Tag warfen die Aufrührer einen Molotowcocktail auf das Konsulat der Vereinigten Staaten in Ostjerusalem. Bei dem Attentat wurde niemand verletzt.4 In Gaza kursierten Gerüchte, dass palästinensische Jugendliche, die von israelischen Soldaten verletzt worden waren, in ein Armeehospital in der Nähe von Tel Aviv gebracht und dort »abgemurkst« worden seien. Ein anderes Gerücht besagte, israelische Truppen hätten ein Wasserreservoir in Khan Yunis vergiftet. Ein Sprecher der Vereinten Nationen erklärte, dass diese Geschichten nicht wahr seien. Nur wirklich schwer verwundete Palästinenser wurden zur medizinischen Versorgung aus dem Gazastreifen herausgebracht – eine Maßnahme, die sich in einigen Fällen als lebensrettend erwies. Das Wasser in Khan Yunis wurde getestet und erwies sich als nicht kontaminiert.5
»Die Intifada leistete passiven Widerstand. Allenfalls warfen einmal ein paar Kinder mit Steinen auf schwer bewaffnete Soldaten.« Tatsache Die Intifada war von Anfang an eindeutig gewaltbereit. In den ersten vier Jahren des Aufstands verzeichneten die israelischen Verteidigungsstreitkräfte über 3600 Molotowcocktail- und 100 Handgranatenangriffe sowie 600 Anschläge mit Schusswaffen und Sprengstoff. Die Gewalt richtete sich gleichermaßen gegen Soldaten und Zivilisten. In dem genannten Zeitraum töteten die Palästinenser in den besetzten Gebieten 16 israelische Zivilisten und 11 Soldaten; über 1400 israelische Zivilisten und 1700 israelische Soldaten wurden verletzt. Zwischen 1997 und der Unterzeichnung der Oslo-Abkommen kamen 90 Israelis bei Übergriffen der Intifada durch Anschläge ums Leben.6 Bei einem Besuch in Bethlehem im August 1988 wäre der amerikanische Journalist Sidney Zion auf einer Taxifahrt beinahe durch einen Steinwurf getötet worden. »Zum Glück hat der Stein mich verfehlt«, sagte er. »Ich sah ihn nicht kommen und wäre in der nächsten Sekunde tot gewesen, wenn der Fahrer nur eine Idee schneller gefahren wäre. Zum Glück saß niemand auf dem Beifahrerplatz, aber es war klar, dass die Araber die Steine nicht einfach in die Luft geworfen hatten.« Zion, der seit über 20 Jahren als Berichterstatter im Nahen Osten arbeitete, sagte, dass er auf Grund der amerikanischen Medienberichte überzeugt war, dass »die Steinewerfer auf israelische Soldaten und nicht auf Taxis gezielt hatten. Oder haben Sie im Fernsehen je etwas anderes gesehen, in den Zeitungen je etwas anderes gelesen? Kinder warfen mit Steinen auf Soldaten, das war alles. Es kam mir einfach nicht in den Sinn, dass amerikanische Journalisten Nachrichten über eine tödliche Gefahr unterdrückten. Erst später fand ich heraus, dass das, was uns passiert war, keine Ausnahme darstellte«, schrieb Zion. »An jedem Tag, den Gott werden lässt, werden israelische Zivilisten in der Westbank von diesen kleinen arabischen Teufelsbraten mit Steinen bombardiert und kommen dabei zu Tode.«7 »Die Medienberichterstattung über die Intifada war gerecht und ausgewogen.« Tatsache Die wahrheitsliebenderen Journalisten gaben zu, dass die Berichterstattung über die Intifada einseitig war. Laut Steven Emerson, einem damaligen CNN-Korrespondenten, akzeptierten amerikanische Journalisten, dass die Palästinenser kontrollierten, was sie filmten. Ein israelischer Kameramann, der für mehrere amerikanische Fernsehgesellschaften arbeitete, sagte einmal zu Emerson: »Wenn wir die Kamera auf die falschen Szenen richten, sind wir geliefert.« In anderen Fällen überließen die Fernsehgesellschaften den Palästinensern Dutzende von Videokameras, damit sie Streiks, Aufstände und Begräbnisse filmen konnten. »Wir haben keinerlei Möglichkeit, die Authentizität des Filmmaterials zu überprüfen, und wir können auch nicht verhindern, dass die Kameras dazu gebraucht werden, eine Demonstration zu organisieren«, schrieb er.8 Obwohl nahezu ein Drittel aller im Jahr 1989 getöteten Palästinenser von Arabern ermordet wurden, befassten sich nur zwölf der 150 in diesem Jahr von den amerikanischen Fernseh- und Rundfunkgesellschaften gesendeten Berichten über die Westbank mit diesem innerpalästinensischen Krieg. »Während der politische Terror der Palästinenser in der Westbank keine Schlagzeile wert ist«, schrieb Emerson, »werden pure Erfindungen über Grausamkeiten der Israelis ungeprüft weitergegeben.« Anfang 1988 zum Beispiel wurde die Auslandspresse ins el-Mokassed Hospital in Jerusalem gerufen, um dort einen sterbenden palästinensischen Jungen zu filmen. Sein palästinensischer Arzt präsentierte ihn, angeschlossen an Schläuche und ein Beatmungsgerät, und behauptete, das Kind sei von israelischen Soldaten rücksichtslos zusammengeschlagen worden. Am 8. Februar 1988 eröffnete Peter Jennings von ABC seinen Nachrichtenbeitrag mit dem Satz, nach Aussage von UN-Beobachtern hätten die Israelis »einen weiteren Palästinenser in den besetzten Gebieten zu Tode geprügelt«. NBC und CBS brachten ähnlich reißerisch aufgemachte Berichte. Doch die Geschichte stimmte nicht. Bei der Autopsie stellte sich heraus, dass das Kind an einer Hirnblutung starb, nachdem es davor über ein Jahr lang krank gewesen war. Insgesamt, so Emerson, hatten sich die amerikanischen Fernseh- und Rundfunkgesellschaften »an einer beispiellosen Irreführung über den Konflikt in der Westbank mitschuldig gemacht«. Martin Fletcher, der NBC-Verantwortliche in Tel Aviv, räumte ein, dass es problematisch ist, im Zusammenhang mit der Intifada von fairer Berichterstattung zu sprechen. Er gab zu, dass die Palästinenser die westlichen Medien manipulieren, indem sie sich als »David« präsentieren, der sich dem israelischen »Goliath« stellt – eine Metapher, die Fletcher selbst in einem Bericht von 1988 gebrauchte. »Der ganze Aufstand war für die Medien inszeniert und wurde zweifellos durch das Interesse der Medien in Gang gehalten«, sagte er. Fletcher gab offen zu, dass er Aufforderungen junger Palästinenser, gewalttätige Angriffe gegen jüdische Bewohner der Westbank zu filmen, nachgekommen sei. »Es ist eine Sache der Manipulation der Medien. Die Frage dabei ist: Wie weit spielen wir das Spiel mit? Es ist das Gleiche wie mit den Fototerminen bei Bush oder Reagan. Wir spielen mit, weil wir die Bilder brauchen.«9 »Die Islamische Widerstandsbewegung (Hamas) plädiert für Mäßigung in den besetzten Gebieten. Sie fördert die Eintracht und Aussöhnung zwischen Arabern und Juden.« Tatsache Die Hamas will den israelischen Staat vernichten. In ihrem Programm heißt es wörtlich: »Die Palästinafrage kann nur durch den jihad (den heiligen Krieg) gelöst werden.« Die Organisation warnt davor, dass jeder Muslim, der »den Kreis des Kampfes gegen den Zionismus« verlässt, sich des »Hochverrats« schuldig macht. Sie fordert die Gründung einer islamischen Republik in Palästina, die an die Stelle von Israel treten soll. Die Muslime sollen »über jedem Zentimeter palästinensischen Bodens das Banner Allahs wehen lassen«.10 »Die PLO hat die Gewalttaten der Intifada weder gebilligt noch unterstützt.« Tatsache Während der gesamten Intifada spielte die PLO eine Hauptrolle bei der Inszenierung des Aufstands. Zum Beispiel ließ die PLO-dominierte Führung der Intifada – die so genannte Unified Leadership of the Intifada (UNLI) – immer wieder Flugblätter verteilen, die die Araber über geplante Angriffstage und -ziele informierten. So kündigte die PLO für den 13. Februar 1989 »eine Welle von Anschlägen gegen die Kollaborateure« und »Verräter« an, die für die Zivilverwaltung in den besetzten Gebieten arbeiteten. Der PLO-Nachrichtensender in Bagdad beschrieb bis ins Einzelne hinein Methoden der Brandstiftung, mit denen die »Obstplantagen und Felder des zionistischen Feindes abgefackelt werden können«.11 Die New York Times berichtete von der Entdeckung eines »Verstecks mit detaillierten Dokumenten, die beweisen, dass die PLO lokale Killer angeheuert hat, um andere Palästinenser ermorden und ›militärische Maßnahmen‹ gegen Israelis durchführen zu lassen«. In einem dieser Dokumente ist beschrieben, wie die PLO die Schuld an den Anschlägen frei erfundenen terroristischen Splittergruppen in die Schuhe schieben wollte, um ihren Dialog mit den Amerikanern nicht zu gefährden.12 Jassir Arafat verteidigte die Ermordung von Arabern, die »der Kollaboration mit Israel« verdächtigt wurden. Er delegierte die Befugnis für die Vollstreckung von Hinrichtungen an die Anführer der Intifada. Nach den Morden pflegte die lokale PLO-Todesschwadron einen Bericht darüber an die PLO zu schicken. »Wir haben die Fälle der Hingerichteten genau überprüft und festgestellt, dass nur zwei der 118 Personen, die hingerichtet wurden, unschuldig waren«, erklärte Arafat. Die unschuldigen Opfer wurden von der PLO zu »Märtyrern der palästinensischen Revolution« erklärt.13 Palästinenser wurden erstochen, mit Beilen zerhackt, erschossen, erschlagen und mit Säure verbrannt. Die Rechtfertigungen für die Morde variierten. Manchmal reichte es schon aus, bei der Zivilverwaltung in der Westbank und im Gazastreifen angestellt zu sein. In anderen Fällen zog der Kontakt mit Juden ein Todesurteil nach sich. Im Oktober 1989 wurde ein palästinensischer Vater von sieben Kindern in Jericho mit dem Messer erstochen, weil er Blumenschmuck an Juden verkaufte, die eine Sukka bauen wollten. Manchmal wurde der Vorwurf der »Kollaboration« mit Israel auch einfach als Vorwand für persönliche Racheakte benutzt. Zu den Opfern gehörten auch Frauen, die sich angeblich »unmoralisch« verhalten hatten.14 Nach der Tragödie auf dem Tempelberg im Jahr 1990 wurden die Aufrufe der UNLI zur Gewalt lauter. Yasir Abd-Rabbo – der ehemalige PLO-Wortführer bei den Gesprächen der PLO mit den Vereinigten Staaten – erklärte, »der Krieg der erhobenen Messer gegen die Usurpatoren von Jerusalem« beginne gerade erst.15 1991 setzte die PLO ihre Gewalthetze fort. Am 3. März erließ die UNLI ein Kommunikee, das die »verstärkte Konfrontation« mit den israelischen Streitkräften in der Westbank und im Gazastreifen forderte. Ein anderes Flugblatt der PLO, das im September herausgegeben wurde, verlangte die »Hinrichtung« aller Personen, die Jerusalemer Grund und Boden an Juden verkauften.16 Nach Aussage der israelischen Regierung beging im Jahr 1991 allein die Volksfront zur Befreiung Palästinas 122 terroristische Anschläge, bei denen 18 Personen in Israel und den besetzten Gebieten ums Leben kamen. Zu den von der Fatah begangenen Verbrechen gehörte der Mord an einem 61-jährigen arabischen Dorfbewohner bei Jenin am 4. Juli, der Mord an dem israelischen Sergeant Yoram Cohen im September und der Mord an einem Mann im Gazastreifen, der erstochen mit einem Sack über dem Kopf an einer Straße in Gaza aufgefunden wurde, im Oktober. Neben der Leiche fand man einen Zettel mit der Aufschrift »Force-17«, dem Namen von Arafats persönlicher Leibwache.17 Im späteren Verlauf der Intifada begann die Hamas mit der PLO um die Führungsrolle in den Aufständen zu konkurrieren. Im Dezember 1992 zum Beispiel begann die Hamas mit Anschlägen auf die israelischen Streitkräfte; bei den Angriffen aus dem Hinterhalt kamen vier Soldaten ums Leben. »Die palästinensischen Opfer der Intifada gingen auf das Konto der Israelis.« Tatsache Anfangs starben mehr Palästinenser bei Zusammenstößen mit israelischen Truppen, die allerdings in der Regel durch Angriffe von arabischer Seite ausgelöst worden waren, als durch die Hand ihrer palästinensischen Mitstreiter in der Intrafada. Doch seit Anfang 1990 änderte sich das Bild dramatisch. In diesem Jahr ging die Zahl der Palästinenser, die in Kämpfen mit den Israelis fielen, um mehr als die Hälfte zurück. In der gleichen Zeit wurden mehr Palästinenser von anderen Palästinensern in der so genannten Intrafada ermordet. 1991 nahmen diese innerpalästinensischen Morde noch zu; in diesem Jahr stieg die Zahl der Opfer der Intrafada von 156 auf 238, das sind mehr als drei Mal so viel, wie durch die Hand der Israelis starben.18 1992 wurden fast 200 Palästinenser von ihren palästinensischen Brüdern getötet; das waren mehr als doppelt so viele, wie bei den Zusammenstößen mit den israelischen Sicherheitskräften ums Leben kamen. Zu den Mordmethoden, so berichtet Steven Emerson, gehörten Enthauptungen, Verstümmelungen, das Abschneiden von Ohren und Gliedern und das Verätzen des Gesichts mit Säure.19 Die Schreckensherrschaft wurde so schlimm, dass sich manche Palästinenser öffentlich besorgt äußerten. Die PLO begann, ein Ende der Gewalttaten zu fordern, doch die Morde durch ihre eigenen Mitglieder und rivalisierenden Organisationen gingen weiter. In der New York Times war zu lesen, dass viele Palästinenser, die spät abends ein Klopfen an der Haustür hörten und öffneten, erleichtert waren, wenn sie einen israelischen Soldaten vor sich sahen und nicht einen maskierten Palästinenser.20 Selbst nachdem die Intifada nach der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung von 1993 im Sand verlief, wurde der innerpalästinensische Vernichtungskrieg fortgesetzt und dauert bis heute an. »Israel hat die Schulen in der Westbank während der Intifada geschlossen, um die Palästinenser jeglicher Ausbildungsmöglichkeiten zu berauben.« Tatsache Die Ausbildungsmöglichkeiten in den besetzten Gebieten haben sich unter der israelischen Verwaltung stark verbessert. Die Zahl der Grund- und weiterführenden Schulen nahm von 1967 bis 1988 um mehr als ein Drittel zu, ein Anstieg, der vor allem den Frauen zugute kam. Von 1970 bis 1986 zum Beispiel ging der Prozentsatz der Frauen ohne Schulbildung von 67 auf 32 Prozent, also um mehr als die Hälfte, zurück. Vor 1967 gab es in der Westbank keine Universitäten; unter israelischer Verwaltung wurden sechs Universitäten gegründet. Trotz der Intifada blieben Kinderhorte, Kindergärten und die meisten Berufsschulen geöffnet, weil von ihnen keine Aufrufe zur Gewalt ausgingen. Auch in den Schulen im Gazastreifen wurde der Unterricht fortgesetzt, weil die militanten islamischen Fundamentalisten ihre Gefolgsleute hier vor allem in den Moscheen rekrutierten. Doch die PLO ging auch an viele Schulen und stachelte die Schüler zu Anschlägen gegen die Israelis auf. So fand man in Schulgebäuden Verstecke für Messer, Keulen und Eisenstangen. »Schulen bieten sich als Ausgangspunkt für Demonstrationen an«, schrieb der palästinensische Journalist Daoud Kuttab. »An den Schulen sind Demonstrationen und das Werfen von Steinen schon Tradition ... wer ein israelisches Auto trifft, ist ein Held.«21 1988 schloss Israel einige der weiterführenden Schulen und Colleges in der Westbank, von denen aus die Unruhen organisiert worden waren. Nach der Ankündigung der Schließungen bot Israel an, alle Schulen, deren Direktoren garantierten, dass ihre Einrichtung der Ausbildung der Kinder und Jugendlichen und nicht der Aufhetzung zur Gewalt diente, wieder zu öffnen. Doch die Erzieher, von denen viele eingeschüchtert waren, verhielten sich still. Als die Gewalt abebbte, ließ Israel alle Hochschulen, Colleges und Universitäten wieder öffnen. 1991 wechselten mindestens 700 arabische Schüler und Studenten angesichts der zunehmenden Politisierung und der schwindenden finanzielle Unterstützung für arabische Privatschulen an städtische Schulen in Jerusalem. Um den wachsenden Bedarf aufzufangen, stellte das israelische Bildungsministerium Mittel zur Anmietung und Ausstattung von Schulen in mehreren Vierteln Ostjerusalems zur Verfügung. Aus Kuwait ausgewiesene Palästinenser, die nachweisen konnten, dass sie aus Jerusalem kamen, wurden in der Stadt aufgenommen. So gerieten Dutzende von Schülern – Kinder repatriierter Kuwaitis – in die Einflusssphäre des arabischen Systems. Mitte 1991 bemühten sich viele ehemalige Lehrer an arabischen Privatschulen um eine Anstellung an einer der städtischen Schulen.22 1 New York Times, 14. Dezember 1987.
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